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Bernhard Egbert hat sich um Voltlage verdient gemacht

Voltlages Altbürgermeister Bernhard Egbert ist für seine Verdienste um die Gemeinde geehrt worden. Der wünschte sich für die Zukunft, dass sich die Voltlager auch weiter ihren Gemeinschaftssinn bewahren: „Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können.“

Das Wort Altbürgermeister mag Bürgermeister Norbert Trame bei der Begrüßung nicht über die Lippen kommen. „Alt ist er ja nun nicht“, scherzt er, als er Bernhard Egbert samt Familie beim Neujahrsempfang „Kiek in’t neije Johr“ am Sonntagmorgen begrüßt. Der frühere Bürgermeister, der nach 25 Jahren Mitgliedschaft im Gemeinde- und Samtgemeinderat sowie nach 15 Jahren als Bürgermeister von Voltlage im vergangenen Jahr seine Arbeit in der Kommunalpolitik auf eigenen Wunsch beendet hat, fühlt sich zu diesem Zeitpunkt nicht ganz so wohl auf seinem Platz, verrät er hinterher. „Ich bin immer beunruhigt, wenn ich nicht weiß, was passiert.“

Guter Teamplayer mit klarer Sprache

Was passiert, steht kurz darauf fest. Spätestens nachdem Voltlages stellvertretender Bürgermeister Hermann Dreising zum zweiten Höhepunkt des Tages überleitet, ahnen Egbert und die Einwohner im Saal des Gasthofs „Voltlager Hof“, wem eine Ehrung zuteilwerden wird. In dem Bild, das Dreising mit Worten zeichnet, spielt „das weiße Haus von Voltlage“ eine Rolle und ein Mann, der „Blaumann, Jackett und Anzug tragen kann“, der ein guter Teamplayer mit positiver Ausstrahlung ist, ein Netzwerker mit klarer, ehrlicher und verständlicher Sprache, ein Mann, der den Rat maßgeblich geführt hat.

Günter Herrmann hält Laudatio

Die Laudatio auf Bernhard Egbert hält Neuenkirchens früherer Samtgemeindedirektor Günter Herrmann. Der gesteht, er habe die Nachricht vom Abschied Egberts, „die vor einem Jahr die Runde machte“, gar nicht glauben wollen. Egbert habe schließlich gute und erfolgreiche Arbeit geleistet und dabei eine ungeheure Wertschätzung erfahren. Herrmann erinnert sich an eine enge, freundschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Bernhard Egbert, der sich 1991 erstmals kommunalpolitisch engagierte. „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann, fragt, was ihr für euer Land tun könnt“, zitierte der Laudator den früheren US-Präsidenten Kennedy. Diesen Satz habe Bernhard Egbert bis heute verinnerlicht: Als 16-Jähriger engagierte er sich in der kirchlichen Jugendarbeit, führte von 1987 bis 1990 die Kolping-Jugend, bevor er ab 1991 in die Kommunalpolitik ging.

Stets die Stärkung der Dorfgemeinschaft im Blick gehabt

Als Bürgermeister habe er viele Vorhaben mit angestoßen, in deren Mittelpunkt stets die Stärkung der Dorfgemeinschaft gestanden habe, „damit Voltlage lebens- und liebenswert bleibt“. Bei seiner Arbeit habe der Voltlager mit seiner ruhigen, verlässlichen, abwägenden und ausgleichenden Art überzeugt und sich so den „allerhöchsten Respekt, Anerkennung und Sympathie“ erworben. Amt und Aufgaben habe er dank des Rückhalts seiner Familie und des Arbeitgebers, der das kommunalpolitische Engagement letztlich ermöglicht habe, vereinbaren können. „Bernhard Egbert hat sich um Voltlage verdient gemacht. Danken wir es ihm mit donnerndem Applaus“, appelliert Günter Herrmann.

Egbert: Weiter offen, ehrlich und zielorientiert arbeiten

Bevor ihm Bürgermeister Norbert Trame die Ehrenurkunde der Gemeinde überreicht und auch Landrat Michael Lübbersmann seine Arbeit im Dienste der Gemeinschaft würdigt, blickt Bernhard Egbert zurück auf die Zeit. Er dankt Herrmann ausdrücklich für seine Hilfe und seinen Rat, die er als junger Bürgermeister gerne angenommen habe. Dem Gemeinderat wünscht er in Zukunft „eine offene, ehrliche und zielorientierte Arbeitsweise“, auch bei Themen, die schwierig seien und zu denen es durchaus unterschiedliche Meinungen gebe. „Das zeugt dann von einer guten Zusammenarbeit.“

Appell: Dorf lebendig halten

Ein Lob spricht er den Vereinen im Ort aus. Er habe stets offene Türe vorgefunden, wenn es etwas zu organisieren galt. „Das ist ein Pfund, mit dem wir weiter wuchern können“, so Egbert. Es gelte, diese Stärke nach außen zu zeigen und das Dorf lebendig zu halten. Bürgermeister und Rat, da sei er sich sicher, würden das Notwendige dafür tun. „Bliewet gesund und munter“, wünscht Bernhard Egbert den Voltlagern. Mit diesem Satz hatte er als Bürgermeister den Neujahrsempfang der Gemeinde stets beendet.

 

Artikel und Foto von Christian Geers / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/849991/bernhard-egbert-hat-sich-um-voltlage-verdient-gemacht#gallery&0&1&849991
 
13. Februar 2017, 13:10 Uhr