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Voltlager soll Flamme des Glaubens gut pflegen

„Es war ein schöner, bewegender, tiefgehender Gottesdienst“. Das sagte Pfarrer Stephan Höne am Sonntag nach der Heimatprimiz von Peter Winkeljohann in der St.-Katharinen-Kirche in Voltlage. Damit sprach er den vielen Gottesdienstbesuchern aus dem Herzen, die an diesem Morgen die etwa eineinhalbstündige Zeremonie miterlebt hatten.

„Wir hier in Voltlage sind wir primizerfahren“, stellte Höne zu Beginn fest. Erst im Mai vergangenen Jahres kam Michael Schockmann in den Genuss dieser Feier. Im Laufe der Zeit seien es so einige Priester gewesen, die in Voltlage ihre Wurzeln haben. Für viele von ihnen war es selbstverständlich, jetzt auch bei der Heimatprimiz von Peter Winkeljohann anwesend zu sein.

Pater August Hülsmann hielt die Predigt

Die Predigt für den am 10. Oktober in Rom zum Priester geweihten 26-jährigen Voltlager hielt Pater August Hülsmann – auch ein Geistlicher mit Voltlager Vergangenheit. Hülsmann ging detailliert auf den Lebensweg von Winkeljohann ein. Kinderchor, Jugendkreis und Orgelunterricht waren die ersten Stationen. Gerade die Musik spielte zunächst immer wieder eine große Rolle – bis in die heutige Zeit. Die ersten Gedanken an ein Priesteramt keimten im jugendlichen Alter auf. Dass diese Gedanken sich einmal erfüllen werden, konnte er sich da noch gar nicht vorstellen. „Ich bin in diesen Beruf so ganz langsam hineingewachsen“, antwortet Winkeljohann auch stets auf die ihm öfters gestellte Frage, wie es dazu kam, den Weg des Priesters zu gehen. Ein gutes Stück dazu beigetragen hat ihn auch sein familiäres Umfeld. „Ein Dank gilt auch der Familie, die diese geistige und geistliche Ausbildung befördert hat“, würdigte Hülsmann in seiner Predigt dieses Engagement. Am Ende habe ihn die Pilgerwanderung auf dem 800 Kilometer langen Jakobsweg nach Santiago de Compostela in seiner Berufung gestärkt und das Studium in Frankfurt den Kern des Glaubens erkennen lassen. Mit den Worten „Leben heißt Wandern. Du hast jetzt schon ein gutes Stück hinter dir“, schloss Hülsmann seine Predigt.

Dauereinladung zu den Messen in Voltlage

Den Faden mit der Kirchenmusik nahm dann Bürgermeister Bernhard Egbert in einer kurzen Ansprache auf: „Mit der Orgel hast du stets den guten Ton angegeben. Ich wünsche dir, dass du jetzt auch im Priesteramt immer die richtigen Worte finden wirst.“ Frank Vogelsang vom Pfarrgemeinderat sprach dann noch eine Dauereinladung zu den Messen in Voltlage aus und führte das Bild fort vom Funken des Glaubens, der jetzt zur Flamme geworden sei: „Jetzt muss die Flamme auch gepflegt werden. Sie darf nicht zu viel und nicht zu wenig Sauerstoff bekommen.“

Primizgewand als Geschenk der Gemeinde

Am Ende der Heimatprimiz-Feier ergriff dann noch mal Peter Winkeljohann das Wort und dankte alle Beteiligten, ganz besonders aber auch der Heimatgemeinde, von der er sich als Geschenk das Primizgewand wünschte – das er dann auch bekam, hergestellt im Benediktinerinnenkloster Osnabrück. An diesem Tag stand er in eben diesem Gewand zum ersten Mal ganz vorne bei einer Messe, wirkte aber nicht nervös oder aufgeregt, sondern überzeugte mit einer ruhigen und gefestigten Ausstrahlung. „In meinem Inneren sah es aber ganz anders aus, als es nach außen wirkte“, sagte der junge Priester hinterher. Am Nachmittag nahm er dann noch an einer Andacht teil.

Zweijähriges Aufbaustudium in Rom

Demnächst beginnt dann in Rom ein zweijähriges Aufbaustudium, Lizenziat genannt. Wenn er dieses erfolgreich absolviert, kann er schon im Sommer 2018 im Bistum Osnabrück als Kaplan arbeiten. Einen Wunscheinsatzort hat er nach eigenen Angaben jetzt noch nicht. Das sei noch viel zu weit voraus, sagte Winkeljohann, und außerdem ging es erst einmal darum, den Tag zu genießen. Das tat er dann auch direkt im Anschluss an den Gottesdienst im Kreise von Familie, Freunden, Nachbarn und Gemeinden im Overbergheim.

 
24. Oktober 2016, 14:43 Uhr