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Robin Mertens aus Voltlage hat die DM im Visier

An den Deutschen Meisterschaften im Luftgewehrschießen in der nächsten Woche nimmt auch Robin Mertens aus Voltlage teil. Auf dem Schießstand seines Heimatvereins „Voltlage-Weese“ bereitet sich der Zwölfjährige gerade auf den nationalen Sportwettbewerb in München vor.

Seine Antwort ist so präzise wie seine Schüsse: Auf die Frage, wie schwer denn sein Luftgewehr sei, antwortet Robin: „5,262 Kilogramm.“ So exakt wie sein Wissen um sein Sportgerät, so zahlreich sind in seinen jungen Jahren bereits seine Erfahrungen im Wettkampfsport. Bei den Turnieren bisher sei er immer ganz gelassen gewesen, jetzt „vor München“, sei er schon etwas nervös, räumt der Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums in Recke ein. Aber: „Ich weiß, dass ich gut abschneiden kann“, so Robin.

Anfänge auf der „Lichtanlage“

Seit seinem achten Lebensjahr ist Robin im Schießsport aktiv. Angefangen hat er auf der vereinseigenen „Lichtanlage“, einem kleinen Schießstand für Jugendliche. Doch das war ihm schnell zu wenig, erinnert sich Mutter und Betreuerin Stefanie Mertens. Kurzerhand wurde von seinen Eltern eine Ausnahmegenehmigung beim Landkreis Osnabrück eingeholt, und schon konnte es weitergehen.

Erfolg bei Landesmeisterschaften

Mit Mutter und Betreuerin Stefanie Mertens und seinem Vater Michael als Trainer hat sich Robin jetzt zuverlässig auf allen Wettkampfebenen qualifiziert. Im vergangenen Herbst ging es mit den Kreismeisterschaften los. Im Frühjahr folgten die Bezirksmeisterschaften, und vor wenigen Wochen hat er sein Können bei den Landesmeisterschaften mit Bravour gezeigt. Damit war das „Ticket“ für die Deutschen Meisterschaften, die im Münchener Olympiazentrum stattfinden, gelöst. Am 2. und 4. September startet er auf der 10-Meter-Schießbahn in der bayrischen Landeshauptstadt. Dass er sich dabei in guter Begleitung befindet, ist sicher: Seine Eltern sind dabei. Sein Bruder Julian bleibt zu Hause bei Oma und Opa.

Konzentrationsübung

Dreimal in der Woche trainiert Robin mit seinem mit Pressluft betriebenen Luftgewehr im Voltlager Sportzentrum. Im stehenden Schießen stehen an einem Trainingsabend rund 80 Schüsse auf dem Programm. Bei der Technik „Drei-Stellung“, also knieendes, liegendes und stehendes Schießen, sind es gut und gerne 100 Schuss, die der Zwölfjährige abgibt.

Seit drei Jahren im Landeskader

Erstmals war Robin bereits im Alter von neun Jahren im Landeskader gesetzt. Seitdem ist er immer wieder in der Schülerauswahl, dann in Kooperation mit dem Schützenverein Bramstedt, vertreten. Seit drei Jahren wirkt er dauerhaft im Landeskader mit. Als Konzentrationsübung sei das Luftgewehrschießen für ihn sehr wertvoll, erklärt der junge Sportler. Das helfe ihm nicht zuletzt auch bei Klassenarbeiten in der Schule. Der „Kopfsport“, wie Robin das Luftgewehrschießen nennt, funktioniere nur, wenn er den Kopf frei habe.

Noch Zeit für andere Hobbys

Ob neben dem Schießsport auch noch Zeit für andere Hobbys und Freunde bleibt? Na klar. Robin geht gerne schwimmen und – wie wohl jeder Junge in seinem Alter – „chillt“ auch mal gerne mit seinen Freunden.

Artiekl und Bild von Peter Selter / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/764262/robin-mertens-aus-voltlage-hat-die-dm-im-visier

25. August 2016, 14:23 Uhr