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Straßenbeleuchtung modernisiert - Alte Funzeln in Neuenkirchen und Voltlage haben ausgedient

Der Lampen-Pilz hat ausgedient: Die Gemeinden Neuenkirchen und Voltlage statten die Straßenlaternen mit moderner LED-Technik aus. An mancher Straßenlaterne wird auf einer Tafel nachzulesen sein, dass die Kommunen dafür einen 25-prozentigen Zuschuss erhalten haben. Foto: Christian Geers

Neuenkirchen/Voltlage. Die Gemeinden Neuenkirchen und Voltlage rüsten ihre Straßenlaternen auf LED-Technik um. Sie mustern die alten Stromfresser aus und bekommen ein Viertel der Investitionskosten bezuschusst.

Wer in den Straßen Neuenkirchens und Voltlages unterwegs ist und sich die Straßenlaternen bei Tageslicht genauer anschaut, wird den Unterschied bemerken: Pilzleuchten mit den charakteristischen Milchglaskuppeln sind selten geworden. In Neuenkirchen hat die Firma Mertens die meisten der alten Laternen inzwischen abgeschraubt und durch neue Lampenköpfe, Modell Mirco Luma mit der LED-Technik, ersetzt. Und wer in den Abend- und Nachstunden im Schein der Laternen spaziert, dürfte kaum eine Veränderung bemerken: An der Beleuchtungsstärke hat sich nichts geändert.

Geringerer Stromverbauch, höhere Lebensdauer

Mit dem Austausch der Lampen verfolgen die Kommunen zwei Ziele: Sie sparen Strom, es fällt weniger CO2 an. Die Verwaltung gibt an, dass bis zu 86 Prozent Strom eingespart werden. Handlungsbedarf gibt es ebenfalls: Die Europäische Union hat nicht nur der herkömmlichen Glühlampe den Kampf angesagt, sondern auch den Straßenlaternen. Quecksilberdampflampen dürfen bereits seit 2015 nicht mehr verwendet werden. Die Licht emittierenden Leuchtdioden haben überdies eine deutlich höhere Lebensdauer. Während es die alten Lampen auf rund 12.000 Betriebsstunden brachten, schafft eine LED-Leuchte locker mehr als 50.000 Stunden.

25-Prozent-Zuschuss aus Förderprogramm

In der Gemeinde Neuenkirchen ist die Umrüstung auf gutem Weg, stellen Bürgermeister Vitus Buntenkötter und Gemeindedirektorin Hildegard Schwertmann-Nicolay bei einem Ortstermin fest. 2017 investiert die Kommune rund 35.400 Euro in die LED-Technik, 25 Prozent – rund 8855 Euro – bekommt sie als Zuschuss vom Projektträger Jülich ausgezahlt. Das Geld reicht für die 83 Lampen, die in den Straßen Kleiner Sundern, Obstgarten, Mühlenweg, Kolpingstraße, Im Nihen, Kohlenbruch, Elisabethstraße und Bramscher Straße stehen. Bis Ende Oktober sollen die Stromfresser verschwunden sein. Dann bleiben noch 68 alte Laternen übrig, die noch umzurüsten wären. Das soll im kommenden Jahr geschehen, „Ende 2018 sind wir in der Gemeinde Neuenkirchen damit durch“, so Schwertmann-Nicolay. Die gute Nachricht: Ein weiterer Zuschussantrag ist inzwischen genehmigt worden. Für die 68 Laternen erhalte Neuenkirchen 2018 erneut einen 25-Prozent-Zuschuss – rund 7700 Euro –, so dass die Kommune aus eigener Tasche nur noch rund 23.000 Euro aufbringen muss. Im Juni stimmte der Gemeinderat für die Modernisierung. Die Amortisationsdauer liegt laut Verwaltung bei sechs Jahren. Hinzu kommt, dass die Aufwendungen für die jährliche Unterhaltung zurückgefahren werden können.

                                                                                                                                                                                                

38 Leuchten in Voltlage ausgetauscht

Auch die Gemeinde Voltlage zieht stromfressende Funzeln nach und nach aus dem Verkehr, wie Bürgermeister Norbert Trame während des Ortstermins in Neuenkirchen verkündet. 38 Leuchten des Modells „Kleine Glocke“ in den Straßen Strotwiesen, Kolpingstraße, Kleiner Esch, Overbergstraße, Alter Kirchhof sowie auf dem Kirchvorplatz und beim Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), auch „Hüttendorf“ genannt“, werden ausgetauscht. Das kostet unter dem Strich rund 21.200 Euro. Abzüglich eines 25-prozentigen Zuschusses zahlt die Gemeinde für diese Investition 16.000 Euro.

Infotafeln vorgesehen

Auch die Weihnachtsbeleuchtung in beiden Gemeinden ist längst mit stromsparenden Leuchtmitteln ausgestattet worden. Beide Kommunen haben gute Erfahrungen mit der Haltbarkeit gemacht. „Früher mussten wir jedes Jahr bis zu 80 Prozent der herkömmlichen Glühlampen ersetzen“, erinnert sich Bauhofleiter Herbert Kempe. Die LED-Lampen seien viel haltbarer, „da gehen im Winter vielleicht mal zwei, drei kaputt“. An mancher Straßenlaterne wird übrigens eine Tafel zu Informationszwecken angebracht. Auf der ist nachzulesen, dass der Abbau der alten Funzeln mit einem finanziellen Zuschuss verbunden war. Das ist keine Idee der Gemeinden, vielmehr eine Vorgabe der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums, das den Projektträger Jülich mit der Umsetzung des Programms beauftragte.

Ein Artikel von Christian Geers / Bersenbrücker Kreisblatt
https://www.noz.de/lokales

1. August 2017, 11:47 Uhr