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Sozialverband Voltlage ehrt vier Mitglieder

Ehrungen langjähriger Mitglieder und Vorstandswahlen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Sozialverbandes Voltlage.

Gut vorbereitet auf die Versammlung hatte sich Voltlages Bürgermeister Norbert Trame. Denn schon in den Grußworten griff er den 2017 anstehenden 100. Geburtstag des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) auf. In diesem Zusammenhang wies Trame auch auf die Wichtigkeit des Verbandes in heutiger Zeit hin. „Gerade in Zeiten des demografischen Wandels ist ein starker Verband, der die Interessen von Rentnern und behinderten Menschen gegenüber Politik und Verwaltung vertritt, wichtiger denn je. Mittlerweile haben auch viele Parteien erkannt, dass Rentner auch Wähler sind“, so der Voltlager Bürgermeister. Gleichzeitig verwies er aber auch auf die Arbeit der Gemeinde Voltlage, die gemeinsam mit einem Investor sechs barrierefreie Wohnungen geschaffen hat. „Wir hätten sicherlich noch mehr verkaufen können, aber wir müssen auch die Finanzen im Blick behalten“, so Trame.

Ehrungen für zehn- und 25-jährige Mitgliedschaft

Nach den Grußworten berichtete der Vorsitzende des Voltlager Ortsverbandes, Josef Stagge, zunächst über die Arbeit des Ortsverbandes im abgelaufenen Jahr, bevor nach dem Kassenbericht auch schon die Ehrungen auf der Tagesordnung standen. Für ihre zehnjährige Mitgliedschaft im Sozialverband Voltlage ehrte Kreisvorsitzender Gerhard Groskurt Wilma Töben und Hedwig Sander. Seit 25 Jahren sind Hugo Hassig und Josef Börger Mitglied im Sozialverband. Bei den sich anschließenden Wahlen zum Vorstand bestimmte die Versammlung Hugo Hassig zum 2. Kassierer, der damit Ewald Brinkmann nach zwölf Jahren ablöst.

Bericht aus den vier Beratungsbüros im Osnabrücker Land

Im Anschluss an die Ehrungen und Wahlen ergriff Gerhard Groskurt das Wort und berichtete aus der Arbeit des Kreisvorstandes und den SoVD-Beratungsbüros in Osnabrück, Bersenbrück, Bohmte und Melle. „Allein im vergangenen Jahr wurden 2634 Verfahren in den vier Beratungsbüros angelegt. Das waren 676 Antragsverfahren, 400 Widerspruchsverfahren und 429 Klageverfahren. Und auch hier spiegelt sich der demografische Wandel wider“, stellte er heraus. Die Verfahrensentwicklung zeige Steigerungen zwischen fünf und zwölf Prozent, „aber wir konnten in den Verfahren auch über 1,5 Millionen Euro an Nachzahlungen und rund 400000 Euro an laufenden Zahlungen erwirken“, so der Kreisvorsitzende.

Groskurt: Die Menschen werden einsamer

In diesem Zusammenhang wies Gerhard Groskurt auch auf den zweiten Teilhabebericht der Bundesregierung hin. „Die Menschen werden einsamer, die Menschen werden ausgegrenzt – aus sozialen Gründen und auch aus finanziellen Gründen. Wir müssen aufpassen, dass unsere Gesellschaft zusammen bleibt und nicht auseinanderbricht, und dazu müssen wir schauen, dass die Menschen auch an die Informationen kommen, die sie benötigen, denn 40 Prozent der Anspruchsberechtigten beziehen gar keine Zuschüsse“, so Groskurt zum Abschluss der Versammlung.

 

Artikel und Foto von Henning Stricker / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/861351/sozialverband-voltlage-ehrt-vier-mitglieder#gallery&0&0&861351

8. März 2017, 10:11 Uhr