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Voltlage Vorbild für dörflichen Zusammenhalt

Voltlage ist für Landrat Michael Lübbersmann „ein wunderbares Beispiel für dörflichen Zusammenhalt“. Diesen Eindruck habe er während des Neujahrsempfangs gewonnen, lobte der Chef der Landkreisverwaltung die Einwohner. Die hörten es gerne.

Eine örtliche Gemeinschaft, die fest zusammenhält, auch wenn es schwierig wird, sei das beste Mittel gegen eine „sich immer individueller ausprägende Gesellschaft“, in der Parteien und Gruppierungen Stimmungen für eigene, ziemlich durchsichtige Zwecke ausnutzten. Dass die Voltlager Anteil an der Entwicklung ihrer Gemeinde nähmen und zahlreich zum Neujahrsempfang erschienen seien, sei das beste Zeichen dafür. „Durch ihr Interesse und ihre Bereitschaft zum Ehrenamt tragen sie die kommunale Verwaltung mit“, so Lübbersmann.

Digitalisierung ein großes Thema

Eigentlich sollte der Landrat zum Thema „Kommunale Selbstverwaltung und die damit verbundenen Herausforderungen sprechen“. Doch wer den Landrat kennt, weiß, dass er sich nicht mit der Theorie und gesetzlichen Bestimmungen aufhält, sondern den Bezug zur Praxis sucht. Da wäre zum Beispiel als großes Thema die Digitalisierung. E-Payment und E-Government, also die elektronische Abwicklung kommunaler Leistungen, setze einen schnellen Internetanschluss auch in Kommunen voraus. „Wir brauchen die Gigabit-Gesellschaft“, sah der Landrat aber noch erhebliche Herausforderungen. Zwar profitiere auch Voltlage bis 2018 von der Breitbandinitiative des Kreises – 70 Prozent der Voltlager könnten mit einem Anschluss von 30 Megabit pro Sekunde, weitere 14 Prozent mit 60 Megabit/Sekunde rechnen, „doch das reicht bei Weitem nicht“. Gerade bei der Ausweisung neuer Gewerbegebiete sei „eine Vernetzung in die Welt“ unverzichtbar.

Lübbersmann: Klimapolitik wird vor Ort gemacht

Eine Herausforderung für die kommunale Selbstverwaltung sei auch der Klimaschutz. Klimapolitik werde vor Ort gemacht. Kommunen könnten durch Bauleitplanung, Fotovoltaik- und Erdwärme-Nutzung „klimaschonend agieren“, auch bei der Sanierung gemeindeeigener Gebäude.

Landwirtschaft muss expandieren können

Der Landwirtschaft müsse ein adäquater Gestaltungsspielraum und damit ein Wachstum zuerkannt werden. „Bei der Automobilindustrie wird die Expansion auch nicht infrage gestellt.“ Finanzielle Herausforderung müssten Gemeinden auch im Bereich frühkindlicher Bildung meistern. „Der Bedarf an Kitaplätzen wächst“, so Michael Lübbersmann. Auch das sei alternativlos für eine gute frühkindliche Bildung und eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Sein Rat an die Voltlager für die Zukunft: Sie sollten ihren engen Zusammenhalt weiter „mit einer Spritze Kreativität“ pflegen – „und stolz darauf sein“.

 

Artikel und Foto von Christian Geers / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/849997/voltlage-vorbild-fuer-doerflichen-zusammenhalt

 

13. Februar 2017, 13:13 Uhr