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Zuluklänge in der Voltlager Katharinen-Kirche

Beeindruckt von der Bandbreite des Repertoires und der Freude, die der Chor Junge Kantorei Mettingen ausstrahlte, zeigten sich die Besucher des sonntäglichen Kirchenkonzertes in Voltlage. Der Erlös ist für die Restaurierung der Voltlager Orgel bestimmt.

„Venite adorare eum“– mit diesem Lied, das an das Motto des Weltjugendtages 2005 erinnerte und damit zugleich an die Entstehungsgeschichte des Chores, eröffnete die Junge Kantorei unter der Leitung von Gerhard Baune das Konzert in der Pfarrkirche St. Katharina. Wer nun unbedingt einen jugendlichen Chor erwartet hatte, der sah sich vielleicht etwas enttäuscht. Doch es gab im Verlauf des frühen Abends junge und frische Musik, die genau wie die eindrucksvolle Licht- und Leinwandtechnik einen Kontrast zum barocken Hintergrund in der Pfarrkirche bot.

Für Orgel-Restaurierung

„Musik ist ein reines Geschenk und eine Gabe Gottes, sie vertreibt den Teufel, sie macht Leute fröhlich, und man vergisst über sie alle Last“, zitierte Maria Knuf, Vorsitzende der Overberg-Stiftung, Martin Luther. Sie rief dazu auf, bei diesem Konzert zugunsten der Restaurierung der Voltlager Orgel die Welt draußen zu lassen und zu genießen.

Neben dem Chor aus Mettingen gehörte auch Alfons von der Haar, den Voltlagern noch gut aus seinen Zeiten als Leiter des Kirchenchores bekannt, zu den Akteuren des Abends. An der Clausing-Orgel spielte er nicht nur eindrucksvoll „Vesper Voluntary“ von Edgar Elgar oder eine Benedictus-Elevation in c-Moll von François Couperin, sondern auch belannte Werke von Johann Sebastian Bach.

Alle Register gezogen

Und nicht nur der Organist zog alle Register, sondern auch die Junge Kantorei, die neben kirchlichen Werken von Huub Osterhuis oder John Rutter den Zuhörern auch weltliches Liedgut zur Ehre Gottes bot.

„Wir können auch anders“, meinte Gerhard Baune, als es zum letzten Teil des Konzertes überging. „Masithi, amen siya kudumisa“, erklang in der Voltlager Pfarrkirche, mit rhythmischem Klatschen unterstützt von den Akteuren im Altarraum. Die Begeisterung war den Interpreten anzusehen, auch als sie mit Siyahamba ein traditionelles, Zulu-Lied präsentierten. Bei „Guide me o thou great redeemer“, der Hochzeitshymne, kam bei so mancher Konzertbesucherin die Erinnerung an die Hochzeit von Prinz William mit Kate auf.

Standing Ovations gab es am Ende von dem mehr als begeisterten Publikum für die Gäste aus Westfalen, die natürlich um eine Zugabe nicht herum kamen – diesmal gab es ein etwas ruhigeres afrikanisches Lied.

Kleine Präsente für Akteure

Mit kleinen Präsenten dankte Maria Knuf zum Ende des Konzertes nicht nur Chordirektor Gerhard Baune und Organist Alfons von der Haar, sondern auch Küster Alfons Hüls, der die Mehrarbeit und Zusatztermine klaglos auf sich genommen hatte. Für die Chormitglieder gab es jeweils den Voltlager Kirchenführer. Sie vergaß bei ihren Dankesworten auch die vielen Planer und Helfer im Hintergrund nicht.

Die Konzertbesucher hatten bereits vorab ihr musikalisches Geschenk erhalten. Da kein Eintritt genommen wurde, bat die Vorsitzende der Overberg-Stiftung am Ende als Zeichen der Wertschätzung um eine Spende. An den Ausgängen ständen Personen mit dem Kollektenkörbchen.

„Es darf auch rascheln!“

Schmunzeln mussten die Konzertbesucher, als Maria Knuf anmerkte, dass der Begriff „Klingelbeutel“ nicht so wörtlich genommen werden sollte: „Es muss nicht klingeln, es darf auch rascheln!“

Artikel vound Foto von Josef Pohl / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/839810/zuluklaenge-in-der-voltlager-katharinen-kirche#gallery&0&0&839810
 
23. Januar 2017, 13:43 Uhr