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Voltlagerin veröffentlicht ihren zweiten Kriminalroman

Wenn es einem beim Lesen eines Kriminalromans „kalt den Rücken herunterläuft“ spricht das für die Geschichte. Dass das Autorin Melanie Jungk gelingt, hat sie mit ihrem ersten Buch „Schnapsleichenfund“ bewiesen. Jetzt hat sie ihren neuen Kriminalroman „Maiburgmord“ veröffentlicht, der ebenfalls durch eine spannende Story und eine hohe Authentizität zu den Örtlichkeiten der Region auffällt. Im Gespräch lässt die gebürtige Fürstenauerin, die in Voltlage lebt, einen kleinen Einblick in ihre Autorengeschichte und in ihre Planungen zu:

Frau Jungk, wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Zu Schreiben hat mir schon seit Kindesbeinen Spaß gemacht. In der Schule waren es die Aufsätze. Für Krimis interessiere ich mich schon ganz lange. Vor einiger Zeit habe ich einen Volkshochschulkurs über die Kunst des Krimischreibens besucht. Daraus hat sich eine Gruppe von Autoren, die „Ersttäter“ entwickelt. Wir treffen uns seit dem einmal im Monat. Darüber, dass mein Buch „Schnapsleichenfund“ gut angekommen ist, habe ich mich sehr gefreut.

Wie entstehen Ihre Geschichten?

Mir fällt eine interessante Geschichte ein und die bringe ich dann zu Papier. Besonders schätze ich es, die Geschichten zunächst mit Füllfederhalter auf Papier per Hand vorzuschreiben. Dabei fahre ich immer wieder an die Orte des Geschehens, mache Fotos und durchdenke die Handlungen in dem Buch sehr intensiv. Dann geht es an den Laptop.

Was macht Ihre Geschichten aus?

Es macht mir Spaß in den Geschichten immer wieder Kapitel einzubauen, in denen der Mörder die Dinge aus seiner Sicht schildert und beschreibt, warum er mordet. Es ist dann immer eine neutrale Erzählweise, bei der niemand merkt, ob eine Frau oder ein Mann spricht. Ich denke, dass bringt noch mehr Spannung in die Geschichten.

Ihre Geschichten spielen, wie Sie beschreiben, immer hier in der Gegend. Warum?

Wenn ich die Orte um uns herum auswähle, brauche ich mir einerseits die Orte erst gar nicht auszudenken. Die gibt es ja schon. Dann füge ich meine Geschichte genau dort hinein. Die Leser, die die Region kennen, können die Abläufe auch anhand der Örtlichkeiten genau nachvollziehen. Dabei muss ich nur aufpassen, dass es keine zu große Nähe zu realen Personen oder Geschäften gibt. So spielt im neuen Buch beispielsweise die Besitzerin eines Cafés in Fürstenau eine wichtige Rolle. Das Café befindet sich im Roman direkt neben dem hohen Tor. Das ist in Wirklichkeit heute ein unbebautes Grundstück. So funktioniert das.

Wie geht es weiter? Ist ein neuer Roman in Arbeit und wenn ja, verraten Sie uns schon etwas dazu?

Zunächst steht für mich die erste Lesung meines neuen Buches auf dem Programm. Am kommenden Dienstag, 10. Januar lese ich ab 19 Uhr in der Bücherei in Merzen. Die Idee für einen weiteren Roman gibt es bereits. Im Juni findet auf der Fürstenauer Schlossinsel ja der nächste Mittelaltermarkt statt. Eine interessante Veranstaltung. Dort könnte sich die Geschichte meines nächsten Romans zutragen. Ja, und ein Mord wird auch wohl passieren.

Zur Sache

Die gebürtige Fürstenauerin (Jahrgang 1995) und Mutter von zwei Kindern hat nach ihrem Abitur in Fürstenau eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten gemacht. Heute arbeitet sie in dem Beruf und betätigt sich seit drei Jahren als Autorin. Sie gehört zur Osnabrücker Autorengruppe „Die Ersttäter“, von denen es bereits zahlreiche Veröffentlichungen gibt, und lebt mit ihrer Familie in Voltlage.

 

Ein Artikel und Foto von Peter Selter / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/831094/voltlagerin-veroeffentlicht-ihren-zweiten-kriminalroman

 

5. Januar 2017, 09:18 Uhr