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Hochbeet statt graue Haare - Bei den Neuenkirchener Landfrauen ist die Kasse voll

Der Vorstand mit der Vorsitzenden Elisabeth Jans-Westerlage (Vierte von links), dem neuen Vorstandsmitglied Daniela Hemme-Pelster (Fünfte von links) und der aus dem Vorstand ausscheidenden Karin Wilke (Mitte mit Brille). Foto: Burkhard Dräger

bdr Neuenkirchen. Wegen einer kurzfristigen Programmänderung ging es im Vortrag bei der Generalversammlung der Landfrauen Neuenkirchen nicht wie angekündigt um „Graue Haare – buntes Leben“, sondern um das Thema „Hochbeet“.

 

Schon bevor die Generalversammlung der Landfrauen Neuenkirchen in Hotel Haarmeyer/Senger begann, gab es einige Aufregung. Vorsitzende Elisabeth Jans-Westerlage musste den 95 Landfrauen mitteilen, dass die angekündigte Referentin zum Thema „Graue Haare – buntes Leben“ erkrankt sei. Was nun? Mit einem Anruf bei der Landwirtschaftskammer Osnabrück gelang es der Vorsitzenden aber, die Ökotrophologin Christiane Rehkamp mit Fachgebiet „Dorf- und Hofgrün“ zu einem Vortrag zu gewinnen, allerdings zum Thema „Hochbeet“.

Sofas, Koffer und Badewannen bepflanzen

Nach einer kurzen Kaffeepause erklärte Christiane Rehkamp anhand einer Dia-Schau und mit viel Fachwissen den Landfrauen nicht nur den Bau von verschiedenen Ausführungen von Hochbeeten, sie animierte auch dazu, Gemüse wieder selbst anzubauen. Was früher ganz normal war, gerät heute durch das große Angebot in Supermärkten mehr und mehr in den Hintergrund. Anhand von Dias des stillgelegten Flughafens Tempelhof in Berlin zeigte sie dann, was man alles zu Hochbeeten machen kann. Alte Badewannen, Koffer und sogar Sofas wurden dort zu Hochbeeten umfunktioniert. Diese müssen also nicht immer schön sein, sondern effektiv genutzt werden. Ist nun ein Hochbeet geplant, an dem man aufrecht arbeiten kann, so ist zu überlegen: Welches Beet aus welchen Materialien würde zu mir passen, und wo soll es angelegt werden? Auch als Tischbeet auf Rollen ist es denkbar, damit es immer an den richtigen Platz kommen kann. Nord-Süd-Richtung, sechs Stunden Sonne, kein Zugwind und naher Wasseranschluss seien ideal, erklärte die Referentin. Auch die Befüllung und Bepflanzung sprach Christiane Rehkamp an, denn ein Hochbeet bringt bis zu dreimal höhere Erträge. Am Schluss ihrer Ausführungen gab sie allen reichlich Informationsmaterial zum Bau, zur Befüllung und zur Bepflanzung an die Hand.

Englandfahrt war das Highlight in 2017

In ihrem Jahresbericht ging Elisabeth Jans-Westerlage auf die einzelnen Veranstaltungen des Jahres 2017 ein. Dabei war die Englandfahrt im Juni, an der 43 Landfrauen teilnahmen, wohl das Highlight des Jahres. Im anschließenden Kassenbericht von Maria Woltering zeigte sich, dass die Kassenlage so gut ist, dass man auf eine angedachte Erhöhung der Mitgliedsbeiträge vorerst verzichten und trotzdem noch Spenden vergeben und Kaffee und Kuchen ausgeben kann. Vorstand und Kassiererin wurden einstimmig entlastet und Margret Landwehr zur neuen Kassenprüferin gewählt. Auch der Vorstand veränderte sich, denn Karin Wilke schied nach zwölf Jahren Vorstandsarbeit, davon sechs Jahre als Schriftführerin, aus. Für sie wurde Daniela Hemme-Pelster vorgeschlagen und einstimmig in den Vorstand gewählt. Eine erfreuliche Mitgliederbilanz konnte die Vorsitzende verkünden, 15 Neuzugängen standen ein Austritt und drei Verstorbene gegenüber.

Karin Wilke mit Applaus verabschiedet

In ihrem Ausblick auf das Jahr 2018 stellte dann Elisabeth Jans-Westerlage das Jahresprogramm vor: Vortrag über Zecken und Borreliose, ein gemeinsames Frühstück, Linedance, Drei-Tages-Fahrradtour, „Rucksacktour“ gemeinsam mit der KFD, Erntedankumzug, Hausfrauenmesse, Erste-Hilfe-Vortrag und Abschluss im Dezember zum Weihnachtsmarkt in Velen. Den Abschluss der Generalversammlung bildete dann die Verabschiedung von Karin Wilke mit viel Applaus, einem Gartenregal mit Blume und vielen lobenden Worten.

 

Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt
https://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/1009897/bei-den-neuenkirchener-landfrauen-ist-die-kasse-voll

 

23. Januar 2018, 14:35 Uhr