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Mord und Intrigen auf der Bühne - Voltlager Theatergruppe führt „De Düvelsblitz“ auf

Das Ensemble der Voltlager Theatergruppe mit Simon Kleingerdes (von links), Frank Vogelsang, Matthias Sall, Christina Gohmann, Stefan Richter, Mareike Ahrens und Josef Lohmann. Foto: Herbert Kempe

Voltlage. Die Voltlager Theatergruppe ist mit dem Stück „De Düvelsblitz“ erfolgreich in die plattdeutsche Theatersaison gestartet. Das Ensemble bot bei der Premiere im Gasthof Voltlager Hof den Besuchern einen Schwank mit mörderischem Hintergrund.

Unter der Regie von Marlies Mohs ist den Voltlager Laienspielern mit dem vierteiligen Stück von Karl Wittlinger in der plattdeutschen Bearbeitung von Heide Tietjen eine erfrischende Inszenierung gelungen. Manches passte einfach wunderbar zusammen, sodass sich die Besucher der Geschichte nicht entziehen konnten und die Lachmuskeln immer wieder strapaziert wurden. Dass ausgerechnet ein bayerischer Student in einem plattdeutschen Stück den hochdeutschen Part hat, macht das Ganze noch humorvoller. Auf der Bühne passieren allerlei Missetaten. Da wird die Versicherung betrogen, ein Testament gefälscht, sogar ein Mordkomplott geschmiedet. Besonders Marlies Fromm (Christina Gohmann), die Nichte des Jakob Hahn (Josef Lohmann), und deren Bruder Hugo (Frank Vogelsang) wollen ans Erbe des alten Bauern, dessen Hof sie führen. Eigentlich sollte ja Enkelin Bärbel (Mareike Ahrens) die Hoferbin sein, aber als Medizinstudentin? Als sie einen Ökologie-Studenten (Stefan Richter) kennen- und lieben lernt, finden sie auch die Sympathie des Großvaters. Das passt Marlies und Hugo gar nicht ins Konzept.

Worin besteht die kräftigende Wirkung von Kuhmist?

Also muss ein Testament her – notfalls ein gefälschtes, denn der Notar hat sich bereits angemeldet, als der alte Bauer einen Herzanfall erleidet. Und in dem Moment kommt der Knecht Michel (Simon Kleingerdes) ins Spiel und beschert den Theaterbesuchern die wohl stärkste Szene des Stücks im Zusammenspiel mit dem Notar (Matthias Sall), den er als der angebliche Bauer so richtig vorführt. Doch plötzlich erwacht der Altbauer wieder zum Leben. Am Ende siegt aber das Gute über das Böse, und die Zuschauern erfahren zudem in dem Stück, welch kräftigende Wirkung Kuhmist haben kann.

Wer die Aufführung noch einmal auf der Bühne verfolgen möchte, hat dazu am Sonntag, 4. Februar, und am Samstag, 10. Februar, jeweils um 20 Uhr im „Voltlager Hof“ noch Gelegenheit.

 

Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt
https://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/1011560/voltlager-theatergruppe-fuehrt-de-duevelsblitz-auf

 

26. Januar 2018, 14:25 Uhr