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Lob für innovatives Konzept - Sozialministerin Rundt besichtigt Gemeinschaftshaus Merzen

Bürgermeister Gregor Schröder (Zweiter von rechts) erläuterte Ministerin Cornelia Rundt (links) gemeinsam mit Vertretern der Caritas die Konzeption des Hauses; mit dabei: SPD-Landtagskandidat Matthias Wübbel (Dritter von links).
Foto: Christian Geers

Merzen. Während ihrer Tour durch den Landkreis Osnabrück macht die Ministerin auch in Merzen Station. Das Gemeinschaftshaus St. Franziskus hält sie für ein gelungenes Vorhaben.

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt hat das Gemeinschaftshaus St. Franziskus in Merzen als „innovatives Konzept“ gelobt. „Es zeigt: Wenn sich viele zusammentun, kommt etwas Gutes heraus“, sagte die SPD-Politikerin. Das im Zuge des vom Landkreis Osnabrück angeregten Modellprojektes „Wohnen mit Zukunft in der Samtgemeinde Neuenkirchen“ entwickelte Konzept des Gemeinschaftshauses mit Tagespflege, ambulant betreuter Wohngemeinschaft, betreutem Wohnen, Hausarztpraxis und Praxis für Physiotherapie hatte das Land Niedersachsen mit 100.000 Euro bezuschusst.

15 Plätze in ambulant betreuer Hausgemeinschaft

Bevor Bürgermeister Gregor Schröder als Hausherr durch das Gebäude mit einer Nutzfläche von 4300 Quadratmetern führte und den Werdegang erläuterte, stellten Geschäftsführer Rudi Fissmann und Prokurist Berthold Eich von der Caritas Nordkreis Pflege GmbH – sie ist Hauptmieter des Hauses – ihr Konzept vor. In der ambulant betreuten Hausgemeinschaft können 15 Bewohner wie in einem Pflegeheim vom Caritas-Pflegedienst versorgt werden. Es gibt eine Betreuung zur Nachtzeit durch die Anwesenheit einer Mitarbeiterin im Nachtdienst. „Das ähnelt einer vollstationären Einrichtung“, sagte Fissmann. Darüber hinaus stehen 27 Plätze in der Tagespflege zur Verfügung, die an sieben Tagen in der Woche betreut werden können. Das Angebot sei gefragt, die Einrichtung zu 75 Prozent ausgelastet, erläuterte Rudi Fissmann. Anerkennung zollte die Ministerin der Gemeinde als Bauherrn beim Gang durch das Haus: Hohe Flure, Zimmer mit hohen Decken, die groß genug sind, dass die Bewohner dort auch eigene Möbel unterbringen können – „das ist hier deutlich über dem Standard.“

Einrichtung der Pflegekammer begrüßt

55 Auszubildende würden derzeit in der Caritas Nordkreis Pflege in Pflegeberufen ausgebildet. Nachwuchsprobleme gibt es laut Fissmann nicht. Gleichwohl kündigte er eine Kampagne „Pro Pflege“ an. Es gelte, die Bedingungen des Berufes zu verbessern angesichts eines demografisch bedingten steigenden Bedarfs an Pflegekräften. Ein richtiger Schritt, so Berthold Eich, sei die in Niedersachsen eingeführte Pflegekammer.

Ein Artikel von Christian Geers / Bersenbrücker Kreisblatt

12. Oktober 2017, 13:01 Uhr