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Hobbymalerin mit grünem Daumen - Wie mediterranes Flair mitten in Voltlage entsteht

Mit dem grünen Daumen ausgestattet: Petra Eichenauer-Reh. Foto: Silke Bork

Voltlage. Hobbymalerin Petra Eichenauer-Reh und ihr Mann haben sich mitten in Voltlage ein Urlaubsparadies gezaubert: Gesäumt von stattlichen Hanfpalmen verströmt ihr Garten mediterranes Flair.

Warm ist es, sehr warm. Ein leises Rascheln ist zu hören, verursacht durch den auffrischenden Wind, der durch die fächerförmigen Palmenblätter streift. Zwischen zwei strahlend weißen Säulen wird der Blick auf das azurblau schimmernde Wasser des Pools wie magisch angezogen. Eine mediterran anmutende Szenerie, die Assoziationen an Urlaub und südländischen Lebensstil wecken.

Doch der Garten, der die imposanten Hanfpalmen und diverse weitere Exoten beherbergt, umgibt mitnichten ein Anwesen, das in Mittelmeer-Nähe zu finden ist: Tatsächlich steht das weiße Einfamilienhaus in einem Neubaugebiet in Voltlage, einer Gemeinde, die eher selten mit mediterranen Klima punkten kann. Doch Hanfpalmen gehören zu den winterharten Pflanzen, ebenso wie die Eukalyptusbäume, deren kleine silbrig-glänzende Blätter an mehreren Stellen im Garten Akzente setzen. Dennoch gibt es keine Garantie, dass die exotischen Pflanzen den ungemütlichen norddeutschen Winter überstehen.

Viele Pflanzen selbst aufgepäppelt

Petra Eichenauer-Reh ist dieses Wagnis eingegangen. Die leidenschaftliche Hobby-Gärtnerin hat neben einer gehörigen Portion Wagemut definitiv auch den berühmten grünen Daumen. Zusammen mit ihrem Ehemann hat sie ein kleines Paradies geschaffen, das sich von den üblichen Durchschnittsgärten abhebt. Und sie kennt ihre Pflanzen. Nicht wenige davon hat sie aufgepäppelt, nachdem sie die „Sorgenkinder“ in irgendwelchen Ecken von Baumärkten oder Blumenläden entdeckt und erworben hatte. „Ich freue mich immer besonders, wenn sich eine dieser Pflanzen prächtig entwickelt“, bemerkt sie und deutet auf einige stattliche Exemplare.

Dass der Garten erst im September 2013 angelegt wurde, ist angesichts des üppigen Wuchses der Pflanzen kaum zu glauben. Danach sah es im Januar 2013 gewiss nicht aus. Petra Eichenauer-Reh deutet auf ein Foto: „Das Grundstück und die umgebende Fläche waren ein einziger See.“ Das Ehepaar hat einen Graben ums Haus gezogen und mit Schotter aufgefüllt, um zu verhindern, dass Starkregen das Grundstück unter Wasser setzt.

Ist das jetzt angepflanzt oder Unkraut?

Ihre Leidenschaft für die Gartengestaltung und Gartenpflege habe sie erst 2010 entdeckt. Damals war das Ehepaar von Hessen nach Vehrte gezogen. Vorher habe sie mit Hobbygärtnerei nichts anfangen können. „Ich kann mich noch gut an den Schulgarten erinnern, den wir pflegen mussten. Da wuchsen dann ein paar kümmerliche Pflanzen und ich wusste nicht, ist das jetzt angepflanzt oder Unkraut. So etwas wollte ich später nicht haben, da war ich mir sicher“, erzählt sie lachend.

Ihr Garten ist ein Spiegel ihrer größten Leidenschaften. Die exotischen Pflanzen und die weißen Mauern des Hauses erinnern bewusst an schöne Urlaubstage in südlichen Ländern. Viele Jahre habe sie ihr Fernweh dank ihres Berufs ausleben können, erläutert sie. Die Voltlagerin ist gelernte Reiseverkehrskauffrau. Sie war unter anderem in Italien, Österreich, der Schweiz, Nordafrika, Osteuropa, auf den Balearen, den Kanaren, in der Karibik und in Thailand. Zusammen mit ihrem ältesten Sohn, der 2003 starb, habe sie viele Reisen unternommen. In dieser Zeit habe sie auch besonders viel gemalt, erinnert sich die Künstlerin. Denn die Malerei ist neben der Reiselust und der Gartenarbeit ein weiteres großes Hobby von Petra Eichenauer-Reh. Sie hat sich einen Namen in der Kunstszene gemacht, und ihre Bilder waren bereits bei etlichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. „Die Malerei begleitet mich schon seit meiner Kindheit.“ Anfangs habe ihr der Gedanke, ihre ausgestellten Bilder zu verkaufen, nicht behagt, bemerkt sie. „Das sind ja Erinnerungen für mich.“

Zurzeit bleibe die Malerei auf der Strecke, da sie in ihrem jetzigen Haus bislang keinen Platz für ein Atelier unterbringen konnte. „Aber die Bilder stecken in mir und wollen raus“. Als kleinen Ersatz fotografiert sie zurzeit viel und erstellt sehenswerte Bildbände.

 

Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt
https://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/1289231/wie-mediterranes-flair-mitten-in-voltlage-entsteht#gallery&0&0&1289231

 

16. Juni 2018, 14:22 Uhr